Dienstag, 31. Mai 2011

Kaputt

Und dann war plötzlich Sommer 2010.
Es waren Wochen vergangen, seitdem er mich verlassen hatte.
Ich war erst 19.
Jung, hübsch, intelligent, aber hoffnungslos zerstört.

"Ich habe noch ein Geburtstagsgeschenk für dich!" rief ich grinsend.
Er, mein bester Freund, sah mich an.
Er war groß und gut aussehend, dazu humorvoll und clever.
Aber dennoch fühlte ich nichts für ihn, als das Bedürfnis ab und zu seine
Nähe zu spüren.
"Was denn?" er grinste auch.
Ich holte ein Tütchen aus meiner Tasche und legte es auf den Tisch, noch
immer grinsend.
Ich sah ihn herausfordernd an.
Er nickte.

Mit dem nachlassenden Rausch ließen auch dann alle positiven Gefühle mit nach
und schafften Raum für Leere und Depression.

Nüchtern war ich innerlich und äußerlich kaputt.